JADI (Abkürzung für Jürgens Austempred Ductile Iron)

JADI ist ein besonderer Gusseisenwerkstoff der Gießerei Jürgens.Die Eisenschmelze, welche auf Sphäroguss basiert, wird durch besondere Verdedelungsprozesse optimiert.Dank dieses Verfahrens erhält JADI Eigenschaften von hochlegierten Stählen, jedoch zu kostengünstigeren Konditionen. Eine hohe dynamische Festigkeit, besondere Dehnbarkeit sowie ein geringer Verschleiß zeichnen JADI aus.

Kernmacherei

In einer Kernmacherei werden Kerne hergestellt, die später die Innenkontur eines Gussteils festlegen. Der übliche Prozess läuft wie folgt ab:

Im ersten Schritt wird der Kernkasten mit Formstoff wie z.B. Formsand gefüllt. Dieser muss immer wieder verdichtet werden, damit der Kern später ausreichend fest ist. Danach folgt das Aushärten des Kerns. Der Kernkasten wird geöffnet und der Kern entnommen. Beim Schlichten wird der Kern einer Schlichtschicht versehen, die den Formstoff vor dem Guss schützen. Sobald die Schicht getrocknet ist, kann der Kern eingelegt werden.

Kernschießmaschine

Das Kernschießen ist ein Verfahren zur Herstellung von Kernen (siehe Kernmacherei) mit sogenannten Kernschießmaschinen. Dies ist nötig, wenn ein Gussteil von innen hohl sein muss, um z.B. Flüssigkeiten durchleiten zu können.

Die Kernschießmaschine bringt den Formgrundstoff mit einem bestimmten Druck (-26 bar) in den Kernkasten hinein. Nachdem dieser Gusskern ausgehärtet ist, wird er in die Gussform gebracht. Nach erfolgtem Abguss wird der Formstoff wieder durch die Öffnungen entfernt.

GJS

Gusseisen mit Kugelgraphit (Sphäroguss). Frühere Bezeichnung war GGG (globularer Grauguss).

GGG

Steht für globularen Grauguss. Die ehemalige Bezeichnung von GJS.

Handkernmacherplatz

Neben der Kernmacherei werden hier individuelle große bzw. spezielle Kerne hergestellt.

Cold-Box-Verfahren

Ein Verfahren bei denen kalte (statt wie gewöhnlich erwärmte) Kernkästen zur Kernherstellung genutzt werden. Mittlerweile gehört das Verfahren zu den führenden Kernherstellungsverfahren, weil es komplexe Kerngeometrien mit hoher Produktivität erzeugt.

Resol-CO2-Verfahren

Das Phenol-Resol-CO2-Verfahren ist eine Alternative zum Wasserglas-CO2-Verfahren. Die Vorteile sind unter anderem, dass hier als einzige Komponente ein wasserlösliches, alkalisch kondensiertes Phenolharz (Phenolresol) dosiert wird, kein Wäscher benötigt wird, keine Glanzkohle entsteht und die Geruchsbelastung außerhalb der Gießerei geringer ist.

SEIATSU-Luftstrom-Press-Formverfahren

Ein Verfahren zur Verdichtung des Formsandes.

Hierbei wird der Sand vom Sanddosiergerät in den Formraum, bestehend aus Modellplatte, Formkasten und Füllrahmen, gefüllt.

Der gesamte Formraum wird anschließend von allen Seiten hermetisch abgeschlossen. Dann durchdringt ein Luftstrom den Formsand und entweicht durch Drüsen in der Modellplatte. Durch Nachpressen erhält die Form ihre endgültige Festigkeit. 

CNC

Steht für Computer Numerical Control und heißt übersetzt „computergestützte numerische Steuerung“. Diese elektronische Methode dient zur Steuerung und Regelung von Maschinen. Bei Jürgens werden damit Arbeitsprozesse rund um das Gießverfahren geregelt.